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VdS Innovationsworkshop „Jugendliche in der Astronomie“

Die Fachgruppe „Astronomische Vereinigungen“ der Vereinigung der Sternfreunde lud für das letzten Wochenende zum Innovationsworkshops „Jugendliche in der Astronomie“ .

Da ich es leider nicht schaffte parallel zu den vielen interessanten Gesprächen und Überlegungen ausreichend zu twittern, aber merke, dass das Interesse -verständlicherweise- sehr groß ist, versuche ich schnell mal einige Punkte zusammenzufassen. Ich garantiere hier keine Vollständigkeit und gebe natürlich nur wider, was ich für mich mitnahm. Es ist also nur ein Gedächtnisprotokoll – und ich habe ein furchtbares Gedächtnis.

Hauptziel der Veranstaltung war im Prinzip Ideen zu sammeln, wie Jugendliche an die Astronomie geführt und dort gehalten werden könnten und auf die Umsetzung welcher dieser Ideen sich die Vereinigung der Sternfreunde fokussieren soll.

Sehr schön war, dass auch einige Jugendliche motiviert werden konnten dabei zu sein.

Örtlichkeit

Aufsteller zum Workshop

Die Veranstaltung fand in den Räumen des Physikalischen Vereins Frankfurt/Main statt. Echt beeindruckende Räumlichkeiten, sehr gute Organisation und Versorgung.

Vielen Dank für die gegebenen Möglichkeiten.

Einführung

Bei einer kurzen Vorstellungsrunde wurden erst einmal Ideen stichpunktartig aufgenommen:

  • mit Wettbewerben motivieren
  • Freiräume schaffen
  • verschiedene Einstiegsgründe
  • an wissenschaftlichen Projekten teilnehmen (z.B. Sternbedeckungen wie IOTA)
  • Astronom als Beruf promoten
  • „Sehen“ begeistert
  • von Jugendlichen für Jugendliche
  • zu eigenen Vorträgen ermuntern
  • 3D Modelle nutzen
  • Plüsch-Sonnensystem
  • Sozial Media
  • laufende Arbeit jugendgerecht gestalten
  • langfristige Begeisterung schaffen
  • Planetenweg anlegen und nutzen
  • Angebote an Schulen machen
  • Hinweise an Schulen, um auf die Angebote hinzuweisen
  • Hinweise auf weiterführende Angebote
  • Jugendliche über einen längeren Zeitraum zusammenführen; dabei werden Freundschaften geschlossen
  • Ferienangebote für Kinder
  • Angebote an Unis – bringen mehr, da nicht nur „Bespaßung“
  • „Jugend forscht“ unterstützen
  • Zusammenarbeit mit Schulen
  • Sternfunkeln für Jeden
  • VEGA Sommercamp
  • Einstiegshürden zu hoch

Arbeitsgruppen

Diese Ideen und Punkte wurden in 4 Gruppen unterteilt.

  • Vernetzung / Medien / Erreichen
  • Motivation
  • Schule
  • Konkrete Angebote

Arbeitsgruppe „Motivation“

Whiteboard mit den gesammelten Stichpunkten der Gruppe "Motivation"

Ich wurde der Arbeitsgruppe „Motivation“ zugeteilt. Jeder erhielt ein Blatt und sollte 2 Ideen zum Thema notieren. Nach 2 Minuten ging das Blatt für 1 Minute zum Nachbarn, der Einwände und Zusatzbemerkungen notiert und so weiter, … .

Am Ende stellt jeder seine Idee und die Anmerkungen vor. So kam es bei uns zu folgenden Ideen und Anmerkungen (sorry, erinnere mich nicht mehr an alles) :

  • Tagebuch / Logbuch / AktivitätenBlog
    • um die eigenen Beobachtungen zu dokumentieren und evtl. anderen Jugendlichen vorzustellen
    • ggf. auch als Podcast
  • Abeuteuer-Ralley
    • Schnitzeljagd
    • mit Orientierung am Sternenhimmel
    • GeoCaching (ActionBound)
  • Wettbewerbe organisieren
    • Gewinne ausloben (z.B. Sternkarten, …)
    • Wettbewerbe können auch demotivieren
    • können in den Jugendgruppen, aber auch bundesweit erfolgen
    • eher Zielprämien (z.B. Patches bei Erfüllung bestimmter Aufgaben) als Gewinne?
  • Jugend präsentiert Jugend
    • witzigste/… Präsentation wird durch die anderen ausgewählt
    • erfolgreiche Präsentationen machen stolz
    • intern (und womöglich auch für Öffentlichkeit)
  • Mentoring Angebot
    • von erfahrenen BeobachterInnen
    • erfahrene „alter´Hasen“ können ganz schöne Nerds sein und die Hemmschwelle heben
  • Schnupper (G)astroAbend für Neulinge
  • gemeinsames AstroWochenende zusammen verbringen
    • regional Jugendliche zusammenführen
  • monatliche Jugendtreffen
    • ohne Verpflichtungen
  • Straßen- / Gehsteigastronomie (bei Veranstaltungen)
    • z.B. nach Kinoveranstaltungen
  • Astronomie in der Schule thematisieren
    • AstroStunde anbieten
    • Lehrer sind dafür leider oft nicht ausreichend ausgebildet
    • Ausrüstung fehlt
    • Unterrichtspakete anbieten
  • Exkursionen für Schulklassen anbieten
    • Wünsche der Schüler berücksichtigen
    • keinen Zwang draus machen

Aus diesen Ideen wurden dann 3 ausgewählt. So nahmen unsere Gruppe die oben unterstrichenen Punkte mit in die gemeinsame Runde.

Hauptrunde

In dieser großen Runde wurde nun über folgende Themen abgestimmt:

  • Vernetzung / Medien / Erreichen
    • Jugendcamps in Sternenparks
    • VdS Datenbank zu Materialien, Basteln, Modelle, Powerpoint, …
    • Vernetzung der jugendlichen Organisatoren
  • Motivation
    • Schnupper(G)Astroabend Treffen für Neulinge
    • Monatliches Jugendtreffen
    • Gemeinsame AstroWochenenden
  • Schule
    • Lehrplan -> Einmischen!
    • Themenbezogene Materialkoffer
    • Vereine in der Schule vorstellen
  • Konkrete Angebote
    • CAMP / Wochenende
    • Jugendarbeit in Sternwarten mit Räumen
    • Auszeichnungen (Sticker, neue Medien,  …)
Rolando Doelling mit dem Whiteboard der Punkte der verschiedenen Gruppen

Ergebnis

Diese 3 Themen sollen nun vorrangig in Angriff genommen werden:

  • regionale Wochenenden für Jugendliche / Camps
  • Vernetzung jugendlicher Organisatoren
  • VdS Datenbank mit Materialien
    • hierzu soll im Zuge des Umbaus der VdS Website die Mediathek ausgebaut werden

Dabei werden erstmal die Möglichkeiten und konkreten Bedürfnisse auszuloten sein. Anvisiert ist ein erster Zeitrahmen von einem Jahr.

Aber auch die anderen Ideen sollen nicht ignoriert werden. Zum einen können einige sicher mit eingebaut werden. Zum anderen, was spricht dagegen, für sich selber etwas davon aufzugreifen und umzusetzen.

Die Zwischen- und Endergebnisse werden auf jeden Fall noch mal aufgearbeitet und veröffentlicht. Außerdem wird es natürlich auch einen Bericht im VdS-Journal geben. Kann halt nur noch ein wenig dauern.

Nebendiskussionen

Sehr Interessant und hilfreich waren auch die ganzen Gespräche in den Pausen und nebenbei. Für mich habe ich dabei u.a. mitgenommen:

  • Über welche Kanäle (soziale Medien) die Jugendlichen angesprochen werden, ist nicht so relevant. Das Wesentliche erfolgt immer noch über Mundpropaganda. D.h. die sozialen Medien haben einen geringeren Einfluss als ich dachte.
  • Mit coolen 3D Drucken (deren Dateien man bei der NASA herunterladen kann) können trotz schlechtem Wetter Mondbeobachtungen gemacht werden 🙂
verschiedene 3D Drucke vom Mond

Rahmenprogramm

Im Anschluss besichtigten wir noch die zum Physikalischen Verein gehörende, sich gerade im Umbau befindliche Sternwarte.

Zum abschließenden, gemeinsamen Abendessen konnte ich leider nicht mehr bleiben, da ich sonst meinen Zug nicht geschafft hätte.

So, dass war auf keinen Fall alles. Aber wie gesagt, mein Gedächtnis … . Sicher fällt mir noch was ein, aber bevor ich jetzt wieder ewig warte oder es gar wieder ganz verpasse, veröffentliche ich den aktuellen Stand schon mal. Vielleicht hänge ich ja noch einen weiteren Beitrag mit eigenen Ansichten an oder – und das wäre noch besser – kommen Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren.

Nochmals vielen Dank allen Vorbereitern und Teilnehmern, es war wirklich sehr gut organisiert und hat mir viel gebracht. Und Tschüß …

Gruppenbild der Teilnehmer

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