Erlebnissen, Twitter

Wir haben ne Meise – oder auch nicht

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, glaube aber es war ein Tweet von @Leaving_Orbit im letzten Jahr der mich anregte. Kurzes Zeit später erschien der Artikel „Nistkasten mit Solar-Kamera und Live-Übertragung ab 50 Euro“ bei techstage (inzwischen upgedated) und da wusste ich: das will ich auch.

Ich habe mich dann auch einigermaßen an der Anleitung vom BUND gehalten und ein nettes Häuschen zusammengebaut bekommen. Als Lochgröße wählte ich 28 mm Durchmesser und dachte dabei an ein nettes Blaumeisenpärchen. Oben kam dann eine Tapo C100 WLAN Kamera rein. Mit Solar und Powerbank hat es dann aber doch nicht geklappt, ich hatte nicht auf die notwendige Spannung geachtet. Aber zum Glück können wir dicht genug am Haus bleiben. Erst hatte ich das Häuschen gleich am Fallrohr der Regenrinne befestigt. Das fand meine Frau aber nicht so schön und wollte den Vögeln etwas mehr Natur gönnen. Also wanderte das Häuschen in den Holunderbusch und das Anschlusskabel zum Keller.

Und dann passierte … nix!

Ich hoffe, dass waren euch jetzt nicht zu viele Werbelinks. Ich hab nix dafür bekommen, wollte aber Interessierten den Weg verkürzen.

Das Gartenrotschwänzchen nistete lieber im Korb unter dem Erker.

Aber im Nistkasten blieb es mucksmäuschenstill.

Irgendwann waren die Gartenrotschwänzchen dann auch weg, es wurde Herbst, es wurde kalt, wir druckten eine Vogelfutterrakete …

… und bauten ein Vogelfutterhäuschen …

… und es überraschten uns dort Vögel, die wir vorher nicht wahrnahmen. Die Haubenmeise wollte sich leider nicht fotografieren lassen. (sollte ich mit den Bezeichnungen falsch liegen, bitte einfach Bescheid geben.)

So, da die Blaumeisen kein Interesse an unserem Häuschen hatten, vergrößerte ich das Einflugsloch ein wenig. Und schon wenige Tage später kam die erste Kohlmeise zur ausgiebigen Inspektion.

Teilweise waren sie sogar zu zweit da.

Irgendwann fingen sie dann an auf der eingelegten Pappe auf dem Boden rumzuhacken und losgelöstes Papier heraus zu transportieren. Und wie immer gab es einige Streitereien.

Die Pappe holte ich dann irgendwann raus, hatte mich dazu entschieden, dass die Meisen sie zerstören, weil sie sie nicht mögen.

Anfang April wurden die ersten Zweigchen ins Häuschen getragen und auch schon mal drin übernachtet.

Aber auch anderswo wurde bereits fleißig gebaut (und beobachtet).

Jeden kam Tag ein ganz klein bisschen dazu und fast 2 Wochen später wurde bunt (und flauschig) dekoriert.

Inzwischen kommt sie pünktlich gegen 18:00 wieder nach Hause, dann noch etwas Gefiederpflege, aufplustern und schlafen. Nachts immer mal wieder etwas unruhig im Gefieder gezupft oder umgedreht. Und morgens gegen 6:15 Uhr aufwachen wieder etwas federpflege und das Nest hergerichtet und wieder raus. Manche Tage dauerte es etwas länger bis sie richtig munter wurde und vereinzelt „kuschelte“ sie sich nach dem ersten Rundflug auch noch mal wieder ein.

Am 21. kam dann ungewöhnlicher Besuch. Erst war plötzlich und wiederholt ein Gartenrotschwänzchen im Nest und dann schauten sich auch noch 2 Blaumeisen um. Jetzt kommen sie auf einmal an. …

Aber de Meise ließ sich davon nicht wirklich stören und blieb nun auch schon tagsüber länger im Nest sitzen.

Wann sie jetzt das erste Ei legte, ist nicht wirklich ersichtlich. Erst war gestern nur eins zu erahnen, am Abend war es deutlich zu sehen und nun sind es schon zwei.

So, ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und mit Bildern versorgen. Auch wenn es nichts mit Astronomie oder Raumfahrt zu tun hat. Aber zumindest geht es ums Fliegen 😉

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