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Mein Foto der ISS vor der Sonne

Durch die Anmeldung bei CalSky bekam ich Anfang Juli eine Mail mit folgender Info:

Hey, Entfernung 1.25 km? Da ist das bei einer Pfadbreite von 7.8 km ja direkt von zu Hause aus zu „sehen“. Um 8 Uhr 11? Das wäre ja noch vor der Arbeit zu schaffen.

Doch wie stelle ich es am besten an?

Ok, mit meinem Teleskop brauche ich es nicht versuchen. Die bisherigen Versuche hiermit Fotos aufzunehmen, waren nicht besonders erfolgreich. Aber die Sonnenfleckenfotos mit der Canon und dem 200mm Teleobjektiv waren doch gar nicht so schlecht. OK, die Sonne ist ganz schön klein im Bildfeld und die ISS wird umso kleiner. Aber ein Versuch wäre es doch wert.

Glücklicherweise ist das Wetter aktuell sehr stabil sehr sonnig, so dass vorher ein paar Versuche möglich waren. Am Ende stellte sich heraus:

  • Die Sonne steht gegen 8 Uhr schon lange hoch genug über den Bergen. Gut zu sehen aus dem Dachfenster.
  • Die Fokusierung mittels Laptop und APT-Software geht genauer als mit der Hand.
  • Da die Auflösung bei 200 mm schon so nicht so gut wird, nehme ich lieber Fotos statt Videoaufnahmen. Im large-Format (nicht RAW) schafft er schon recht schnell einige Aufnahmen.
  • Scheint mit der Sonnenfinsternisfolie vor Objektiv dem ganz gut zu klappen mit Einstellungen von
    • 1/200s
    • f/8.0
    • ISO100

Der große Moment

Die Ausrüstung ist aufgebaut, Rechner ist an, Software läuft … Frühstück.

Die Zeit rückt näher. Es gibt keinen zweiten Versuch. Sonne wieder zentriert und Fokus noch mal überprüft. Und dann Start!

ISS zoom_320Hektisch klickert der Fotoapparat vor sich hin. Der Blick auf die Sonne im Livebild der Software. Da! Huscht da nicht ein Fleck über die Sonne? Ja!!! Das muss sie gewesen sein!

OK, Aufnahmen können gestoppt werden. Also ran an die Bilder. Auf 4 Bildern ist der Schatten der ISS von oben nach unten rasen zu sehen. OK, ziemlich undeutlich, aber was will man erwarten von einem Abbildung, die gerade mal 10×6 Pixel groß ist. Dazu kommt noch die Luftunruhe und der Fokus des Objektives ist sicher auch nicht perfekt. Aber ich hab sie!!!

IMG_4680_1IMG_4681_1IMG_4682_1IMG_4683_1

Und in diesen „60 Pixeln“ schwebt irgendwo Alexander Gerst! MEGA COOL!!! Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie happy ich war, dass es wirklich geklappt hat. Das musste natürlich auch gleich geteilt werden.

Und beim nächsten Mal? Mal schauen, ob ich dann wieder so viel Glück habe.

2 Gedanken zu „Mein Foto der ISS vor der Sonne“

  1. Ich schließe mich an: Echt beeindruckend, leider Kosten die großen Teleobjektive so viel Geld, Ich hatte schon Probleme mit meinem 250mm Objektiv die Mondfinsternis bzw. Den Blutmond richtig zu Fotografieren.

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